Samstag, 12. November 2011

Friday Night in Mexico City

Es ist der ewige Kampf zwischen Gut und Boese, der hier ausgetragen wird. Zwei Gruppen zu je drei Mann stehen sich im Ring gegenueber. Es gibt kein Signal fuer den Beginn des Kampfes, es geht einfach los. Die Guten gegen die Boesen. Beide Gruppen tragen farbige Masken und enge Hosen. Und der Kampf ist hart.
Anders betrachtet koennte man auch sagen: erwachsene, breitschultrige Maenner in der Bluete ihrer Jahre zwaengen sich in enge Hosen, setzten peinliche Masken auf, geben sich Namen wie Metro, Sangre Atzteca oder Stuka und hauen sich uebelst auf die Omme. Und am Ende tuen die sich noch nicht mal richtig weh.
Ich bin in der Arena Mexico, im groessten Austragungsort des Lucho Libre, der mexikanischen Spielart des Wrestling. Und was hier abgeht, ist wirklich schraeg. Auch wenn der Kampf reine Show ist, bin ich doch beeindruckt von der Koerperbeherrschung der Kaempfer, die sich wild aufeinander stuerzen, sich verhaken, ueberschlagen und teilweise ausserhalb des Ringes auf den Boden knallen. In seinen besten Momenten sieht der Kampf aus wie Brachial-Ballet. Und Manches, was die Typen veranstalten, muss einfach weh tun.
Die Arena ist riesig, aber nur knapp zur Haelfte gefuellt. Die Kaempfe finden mehrfach in der Woche statt und wahrscheinlich ist es nur zu grossen Kaempfen oder Meisterschaften wirklich voll. Trotzdem ist der Laermpegel nicht zu unterschaetzen. Das Publikum bruellt und quiekt. Besonders tun sich zwei US-Amerikanierinnen hervor, die genau hinter mir sitzen.
Nach dem Kampf geht es zurueck ins Hostel wo eine Surf-Punk-Band spielt und der Barkeeper alle mit Tequila abfuellt. Eine gelungene letzte Nacht in Mexiko.
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So, nun sind wir durch. Heute Abend fliege ich zurueck nach Hause und komme Sonntagabend gegen 22 Uhr in Leipzig an. Und am Montag beginnt ein neuer Arbeitstag.

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