Samstag, 12. November 2011

Friday Night in Mexico City

Es ist der ewige Kampf zwischen Gut und Boese, der hier ausgetragen wird. Zwei Gruppen zu je drei Mann stehen sich im Ring gegenueber. Es gibt kein Signal fuer den Beginn des Kampfes, es geht einfach los. Die Guten gegen die Boesen. Beide Gruppen tragen farbige Masken und enge Hosen. Und der Kampf ist hart.
Anders betrachtet koennte man auch sagen: erwachsene, breitschultrige Maenner in der Bluete ihrer Jahre zwaengen sich in enge Hosen, setzten peinliche Masken auf, geben sich Namen wie Metro, Sangre Atzteca oder Stuka und hauen sich uebelst auf die Omme. Und am Ende tuen die sich noch nicht mal richtig weh.
Ich bin in der Arena Mexico, im groessten Austragungsort des Lucho Libre, der mexikanischen Spielart des Wrestling. Und was hier abgeht, ist wirklich schraeg. Auch wenn der Kampf reine Show ist, bin ich doch beeindruckt von der Koerperbeherrschung der Kaempfer, die sich wild aufeinander stuerzen, sich verhaken, ueberschlagen und teilweise ausserhalb des Ringes auf den Boden knallen. In seinen besten Momenten sieht der Kampf aus wie Brachial-Ballet. Und Manches, was die Typen veranstalten, muss einfach weh tun.
Die Arena ist riesig, aber nur knapp zur Haelfte gefuellt. Die Kaempfe finden mehrfach in der Woche statt und wahrscheinlich ist es nur zu grossen Kaempfen oder Meisterschaften wirklich voll. Trotzdem ist der Laermpegel nicht zu unterschaetzen. Das Publikum bruellt und quiekt. Besonders tun sich zwei US-Amerikanierinnen hervor, die genau hinter mir sitzen.
Nach dem Kampf geht es zurueck ins Hostel wo eine Surf-Punk-Band spielt und der Barkeeper alle mit Tequila abfuellt. Eine gelungene letzte Nacht in Mexiko.
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So, nun sind wir durch. Heute Abend fliege ich zurueck nach Hause und komme Sonntagabend gegen 22 Uhr in Leipzig an. Und am Montag beginnt ein neuer Arbeitstag.

Montag, 7. November 2011

Unter Wasser

1. Akumal
Der Stand sieht genau so aus, wie Straende aussehen sollten: Palmen, weisser Sand, gruen-blaues Meer. Diesmal geht es aber darum zu sehen, was sich unter der Wasseroberflaeche so tummelt. Aus diesem Grund trage ich einen Neophren-Shorty, Schwimmflossen sowie Taucherbrille samt Schnorchel. Ich bin nicht ganz allein im Wasser. Mit mir hat eine junge Franzoesin namens Gaelle diesen Trip gebucht und wir haben einen Guide, der keinen Shorty, dafuer aber einen dicken Bauch vor sich hertraegt ... und dann sind da noch die ganzen anderen Touristen mit Schnorchelausruestung.
Der erste Blick unter Wasser ist erst mal wenig spektakulaer: ein paar Fischlein und gelbliches Seegras auf weissem Sand. Aber dann kommt etwas Grosses in meinen Blick. Zwischen den Pflanzen grast gemuetlich eine grosse Meeresschildkroete, die sich von uns Schnorchlern gar nicht stoeren laesst. Sie ist wirklich recht gross und unterscheidet sich von denen, die ich im Pazifik gesehen habe. Das Schild zeigt eine Musterung, waehrend ihre pazifischen Verwandten einen mehr oder weniger glatten Schild hatten. Die Schildkroete taucht kurz zum Luftholen auf, dann wieder unter und wir schwimmen weiter.
Es gibt echt viele Schildkroeten vor Akumal. Wir sehen verschieden grosse. An den ganz grossen haben sich gruenliche Fische an den Panzer gehaengt, vermutlich sowas wie Putzerfische oder so. Dann schwimmen wir zu einem Riff nah am Strand. Es ist mein erstes Riff, aber ich habe das Gefuehl hier ein Riff zu sehen, dass totgetaucht wurde. Es gibt relativ wenige Fische, einmal lugt eine Muraene aus ihrer Hoehle, aber viel mehr ist nicht zu sehen. Ich bin trotzdem beeindruckt und aergere mich bei dieser Gelegenheit wiederholt, dass ich meinen Tauchschein zu Hause vergessen habe.

2. Cenote "Dos Ojos"
Die Halbinsel Yucatan muss man sich wie einen riesigen Schweizer Kaese aus Kalkstein vorstellen. Die Loecher, die die Oberflaeche erreichen, nennt man Cenote. Manche von ihnen sehen aus wie kreisrunde Weiler mitten im Wald. Zu einer anderen, viel spektakulaereren Art von Cenote, fuehrt der zweite Teil der Tour.
"Dos Ojos" bedeutet "Zwei Augen". Der Cenote hat diesen Namen, weil er aus zwei Teilen besteht, die unterirdisch verbunden sind. Wir gehen zuerst mehrere Treppen nach unten und stehen dann in einer mit Suesswasser gefuellten Tropfsteinhoehle. Hier geht es ins Wasser. Was dann folgt, kommt mir immer noch wie ein Traum vor.
Wir lassen uns ins Wasser gleiten. Zuvor hat der Guide wasserdichte Taschenlampen ausgeteilt. Die werden wir brauchen. In der Naehe des Eingangs des Cenote ist es noch hell im Wasser. Kleine Fischchen schwimmen mir direkt vor die Augen, aber Fische sind hier voellig uninteressant. Unter Wasser tut sich ein riesiges Hoehlenlabyrinth vor unseren Augen auf. Es ist tief, so tief, dass meine Taschenlampe teilweise ins Leere leuchtet. Wir schwimmen durch einen sehr schmalen Durchgang, wo ich mir (nicht zum letzten Mal) den Kopf an einem Stalaktiten stosse. Wenn man nur ins Wasser guckt, sieht man nicht, was darueber ist. Das sollte mir eine Lehre sein.
Die naechsten Hoehlen sind dunkel. Unsere Taschenlampen streifen ueber fantastische Tropfsteinformationen. Ganz unten in der Tiefe sieht man Taucher mit lichtstarken blauen Lampen. Es ist wie in einem Maerchenland ... und wir schweben hindurch.
Was ich gesehen habe, ist wirklich sehr schwer zu beschreiben. Zum Glueck hat der Guide eine Unterwasserkamera dabei und ich kaufe ihm am Ende der Tour fuer ein erkleckliches Suemmchen die Bilddaten ab. Ich bin echt gespannt, wie die Bilder geworden sind, denn Worte zum Cenote fallen mir nicht mehr ein.
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Morgen werde ich Tulum verlassen und ueber Chitchen Itza erst mal zurueck nach Mèrida fahren und uebermorgen geht es dann nach Mexiko Stadt.
Das Highlight dieser Reise habe ich heute Vormittag im Cenote "Dos Ojos" erlebt.

Donnerstag, 3. November 2011

Die Hoehlen von Loltún

In den fotokopierten Informationsblaettern, die ich vom Hostel in Mérida bekommen hatte, las ich etwas von den Hoehlen von Loltún. Klang interessant. Das Hinkommen war allerdings etwas schwierig. Zuerst musste ich zu einem Ort mit dem schoenen Namen Oxkutzcab (was wie Osch-kuts-kaap gesprochen wird und irgendwie thailaendisch klingt). Da ich das entsprechenden Bus-Terminal in Mérida nicht fand, entschied ich mich fuer die Fahrt mit einem collectivo. Das hat den Vorteil, dass es etwas billiger ist - hat allerdings den Nachteil, dass es erst dann faehrt, wenn es voll ist. Der Fahrer sagte, er faehrt mit 12 Personen los. Mit mir waren es im Moment vier. Nach knapp anderthalb Stunden ging es los (ich war schon langsam etwas ungeduldig geworden) und nach weiteren anderthalb Stunden stieg ich in Oxkutzcab wieder aus.
In den fotokopierten Informationsblaettern des Hostels war zu lesen, dass die Hoehlen von Loltún ganz in der Naehe des Ortes sind. Ich wollte laufen und fragte immer wieder nach dem Weg - und war verwundert, jedes mal auf Taxis hingewiesen zu werden. Na gut, dann nahm ich also ein Taxi. Und das war gut so, denn waere ich den Weg bei der Mittagshitze von etwa 40 Grad Celsius gelaufen, haette man mich durch die Hoehlen tragen muessen. Nach 20 min kam ich bei den Hoehlen an, die irgendwo mitten im Nirgendwo lagen. Ich war der einzige Tourist weit und breit. Zwei Hoehlen-Fuehrer luemmelten auf einer kleinen Mauer im Schatten. In einer halben Stunde geht die Fuehrung los, sagte der eine, der ziemlich gutes Englisch sprach. Waehrend des Wartens fand ich heraus, dass der Eintritt in die Hoehlen das Doppelte von dem betraegt, was die fotokopierten Informationsblaetter des Hostels angaben. Und der Fuehrer kostet extra. Was solls - wenn ich einmal hier bin!
Puenktlich ging es los und wir stiegen in die Unterwelt. Diese Hoehlen sind wirklich gross! Die erste Hoehle des System hatte den Namen "Die Kathedrale". Das war zwar ziemlich uebertrieben, aber eine mittelgrosse Kirche haette locker reingepasst. Von den Decken hingen Stalaktiten in fantastischen Formen. An den Waenden gab es diese Formationen, die wie Wasserfaelle aussehen. Wir liefen etwa eine halbe Stunde durch eine faszinierende Hoehlenlandschaft, die an einigen Stellen fuer meinen Geschmack etwas zu dramatisch bleuchtet war. Die Tour endete in einem grossen Durchbruch nach oben, in dem Baeume standen und von dessen Raendern sich Lianen nach unten ringelten. Die Fuehrung hat zwar nur ein Drittel so lang gedauert, wie es in den fotokopierten Informationsblaettern des Hostels stand, aber ich fand es trotzdem toll.
Die naechste Frage war: Wie komme ich zurueck? Ich fragte den Fuehrer und der sagte, ich muesse trampen. Da stand ich also in der Hitze des Tages irgendwo im Nirgendwo und winkte den entgegenkommenden Fahrzeugen erst zu und dann hinterher. Schliesslich erbarmte sich ein Pick-up-fahrender Bauer meiner. Das Fahrerhaus war voll, aber auf der Ladeflaeche war noch Platz ... ein wenig, denn dort waren schon viele Apfelsinenkisten gestapelt und vier mexikanische Bauern sassen wie die Huehner dahinter auf dem Rand der Ladeflaeche. Und dazwischen gab es noch einen winzigen Platz. Und dieser Platz war fuer mich. Mit einer halben Pobacke sass ich auf dem Rand des Pick-ups und mit den Haenden hielt ich mich krampfhaft an den Apfelsinenkisten fest. Waehre der Fahrer etwas zu sportlich durch ein Schlagloch gefahren, waere ich wahrscheinlich im Schlagloch gelandet. Aber wir kamen gut in Oxkutzcab an.
Ich suchte die Abfahrtsstelle fuer die collectivos nach Mérida und fand sie samt fahrbereitem Sammeltaxi. Ich stieg ein. Wir fuhren los. Und hier koennte die Geschichte zu Ende sein.
Ist sie aber nicht. Auf halber Stecke zwischen Oxkutzcab und Mérida kam Montezumas Rache ueber mich. Es war so dringend, dass ich den Fahrer sehr nachdruecklich darum bat, anzuhalten. Er tat mir sofort den Gefallen und ich verschwand drei Meter im dichten Dschungel. Wie gut, dass ich die fotokopierten Informationsblaetter des Hostels bei mir hatte, die ich sogleich einem sinnvollen Zweck zufuehrte.
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Morgen Vormittag fahre ich von Mérida nach Tulum und bin dann hoffentlich an einem schoenen Strand samt Ruinen. Eine Tour nach Chitchen Itza mache ich dann (vielleicht) von dort. Aber eigentlich will ich jetzt mal ein paar Tage abhaengen.

Noch was: Der Grund, warum es in meinem Blog fast keine Fotos gibt, liegt darin, dass ich hier teilweise an Rechnern sitze, die aus der Zeit vor der Erfindung des USB stammen. Sorry, da muesst Ihr wohl warten, bis ich wieder zu Hause bin.

Dienstag, 1. November 2011

Die seltsamen Gebraeuche des Dorfes Pomuch

Der alten Frau geht es gut. Sie laechelt und ist gar nicht traurig. Sie ist gerade beim Putzen. Sie putzt die Knochen und den Schaedel ihres verstorbenen Gatten.
Ich bin in Pomuch, etwa 50 km von Campeche entfernt. Das Maya-Dorf wirkt ziemlich schmutzig und oede. Statt Taxis benutzen die Bewohner Fahrrad-Rikshahs zur Fortbewegung. Pomuch ist fuer zwei Dinge bekannt: fuehr sein leckeres Backwerk und fuer seine seltsamen Bestattungsrituale.
Zuerst begraben sie ihre Frischverstorbenen, graben sie aber nach einem Jahr wieder aus, reinigen die Knochen und legen sie dann in Saerge, die sie in kleine Mausoleen auf den Graebern stellen. Die Saerge sind nicht geschlossen. Die Deckel sind angekippt, so dass der bleiche Schaedel des Verstorbenen (zum Teil noch mit Haaren auf dem Haupt) nach draussen blicken kann.
Jedes Jahr zu den Tagen der Toten (die zufaellig heute und morgen sind) kommen die Bewohner von Pomuch auf den Friedhof, schmuecken die Graeber mit Blumen und, die Gelegenheit ist guenstig, reinigen die Knochen ihrer Verstorbenen.
Dieses Ritual steht zum Glueck nicht im Lonely Planet. Ich habe durch Zufall von einem Typen in meinem Hotel davon erfahren. Es fahren auch keine Reisegruppen nach Pomuch. Ich musste ein collectivo genanntes Sammeltaxi nehmen. Die Fahrt dauerte eine Stunde. Als ich aus dem Sammeltaxi ausstieg, hoerte es gerade auf zu regnen. Der Friedhof war leicht zu finden ... nicht nur fuer mich. Die Freunde von Reuters waren schon da. Gut fuer mich, da ich nun nicht mehr nach der Erlaubnis zum Fotografieren fragen musste und mich einfach den anderen Journalisten anschloss. Die Bewohner waren uns gegenueber erstaunlich aufgeschlossen und liessen sich bereitwillig fotografieren und filmen.
Nach einer Stunde hatte ich genug gesehen. Kaum kam ich aus dem Friedhof heraus, kam auch schon ein collectivo nach Campeche. Kaum hatte ich mich auf den letzten freien Platz gesetzt, fing es wieder in Stroemen zu regnen an.
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Zurueck in Campeche habe ich mich auf dem Weg zum Hotel total verlaufen, kam aber dadurch am Busterminal vorbei, dass ich ansonsten nie gefunden haette, und kaufte mir dort ein Ticket fuer morgen nach Merida.

UND NOCH WAS: Die Kommentaroption dieses Blogs ist jetzt fuer alle freigeschlatet.

Montag, 31. Oktober 2011

Indiana Jones und der Wald der Lacandónes

Der Lacandón-Urwald liegt im oestlichen Chiapas, nahe der Grenze zu Guatemala. Hier wohnen die Lacandón-Indianer. Noch in der Mitte des vorigen Jahrhunderts liefen sie unberuehrt von der westlichen Zivilisation durch den Wald, bekleidet mit weissen Hemden, die Haare geschnitten wie Metal-Bands aus den spaeten 70ern. Der Legende nach lebten sie im Einklang mit der Natur. Das ist lange her. Wer von den Lacandónes noch lange Haare traegt, schmiert viel Gel in sie hinein und bindet sie hinten zum Pferdeschwanz. Und das lange weisse Hemd tragen nur noch Andenkenverkaeufer und Fremdenfuehrer.
Der Fuehrer, der mich und ein franzoesisches Dreadlock-Paerchen mit den schoenen Namen Virginie und Jean-Pierre durch den Wald fuehren soll, traegt ein weisses Hemd und lange Haare. Er nennt sich Ulysses, heisst aber in Wirklichkeit Chan'bor.
Auf einem schmalen Pfad geht es in den Dschungel. Es ist ueberraschend kuehl, aber die Luftfeuchtigkeit betraegt froehliche 100%. Kaum losgelaufen, schon kleben die Klamotten am Leib. Rings um uns ist es gruen, der graue Himmel ist kaum zu sehen. An einer Weggabelung stellt uns Ulysses vor die Wahl. Links lang, und wir kommen zu einem Wasserfall fuer den wir 35 Pesos Eintritt bezahlen muessen. Rechts rum, und er fuehrt uns in die tiefsten Tiefen des Lacandón-Waldes - dorthin, wo es keine Bruecken gibt. Unsere Antwort ist klar: Rechts!
Was er mit "keine Bruecken" gemeint hat, wird schnell klar: es gibt wirklich keine Bruecken und der Rio Lacanjá ist entschieden zu breit fuer einen grossen Schritt. Bei der ersten Ueberquerung laufen wir etwa 30 m oberhalb eines kleinen Wasserfalls durch den Fluss, dessen Stroemung ... aeh ... recht bemerkenswert ist. Abgesehen davon sind die Steine glatt. Wir laufen barfuss, die Trekking-Stiefel in der Hand, muehsam das Gleichgewicht wahrend. Dann bin ich drueben, stehen mit den nackten Fuessen in Schlamm und werde ploetzlich fiess gezwickt. Ihr erinnert Euch sicher an die Ameisen aus "Indiana Jones IV"? Die waren es nicht! Es waren die kleineren Brueder und Schwestern, die sich an meinen Fuessen zu schaffen machten. Struempfe drueber, Schuhe an und die meisten Ameisen sind wahrscheinlich ertrunken, weil alles nass ist. Bei der naechsten Flussueberquerung bin ich schon etwas routinierter. Und bei der dritten ein alter Hase.
Es geht einen Berg hinauf. Erst als Ulysses uns darauf aufmerksam macht stellen wir fest, dass der Berg Stufen hat. Wir laufen eine Maya-Pyramide hinauf. Eigenlich befinden wir uns mitten in einer alten Stadt, die vollstaendig vom Dschungel ueberwuchert ist. Ab und zu sieht man ein paar behauene Steine unter den Wurzeln von Urwaldriesen. Und ganz oben auf dem Huegel steht ein kleiner Tempel. Komplett durchgeschwitzt setze ich mich in eine der Tueren des Tempels und fuehle mich ein bisschen wie Indiana Jones.
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Seit heute Nachmittag bin ich in Campeche am Golf von Mexiko. Hier werde ich bis uebermorgen bleiben und hoffe, dass ich hier morgen was vom Dia de los Muertes zu sehen bekomme.

Freitag, 28. Oktober 2011

Der Palast im Dschungel

Der Titel dieses Posts koennte sich durchaus auf die Ruinen von Palenque beziehen. Ich bin naemlich gerade in Palenque. Diesmal geht es aber (ausnahmsweise) um mein Hotel. Es heisst "Jungle Palace". Der erste Teil ist wahr, das Hotel ist tatsaechlich mitten im Dschungel. Der zweite Teil ist eine masslose Uebertreibung. Es sei denn, ein Palast ist neuerdings eine planlos im Wald vertreute Ansammlung von Bretterbuden, deren Bretter wirklich extrem duenn sind. Die Fenster bestehen aus Fliegengittern. Fuer die Privatsphaere gibt es Gardinen, die aber nicht mehr alle ganz ganz sind. Auf dem Weg von der Bar ins Bett muss ich aufpassen, dass ich nicht in den Fluss falle.
Des Nachts zirpen Armeen von Zikaden. Und manchmal, wie zum Beispiel in der letzten Nacht, kommt noch ein weiteres Geraeusch hinzu. Es ist eine Mischung aus Brummen und Bruellen unterbrochen von einigen kurzen Toenen, die klingen als wuerde jemand in ein Ofenrohr husten. Und es ist laut. Der Verursacher stand wahrscheinlich nachts um halb drei direkt vor meiner cabaña genannten Huette und machte Krach. Ich bin zwar neugierig, aber ich ging lieber nicht vor die Tuer. Die Wahscheinlichkeit, dass es sich um ein boeses Raubtier handelte, ist sehr gering. Viel wahrscheinlicher ist, dass es sich um einen Bruellaffen handelte. Ich werde es wohl nie erfahren.
Heute Vormittag habe ich mir die Ruinen von Palenque angesehen. Sehr beeindruckend!
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Die naechsten beiden Tage mache ich eine Tour an die Grenze von Guatemala, in den Lacandón-Urwald. Dort gibt es Tempel, Urwald und Indianer. Ich freu mich schon drauf.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Die Kirche in Chamula

Von aussen sieht die Kirche in den kleinen Oertchen San Juan Chamula aus wie jede andere Kirche in Mexiko auch. Sie ist weiss getuencht und statt eines Kirchturms haengen die drei Glocken oben in der erweiterten Frontmauer. Darueber ein schlichtes Kreuz. Vor der Kirche ein leerer ummauerter Platz, davor der Markt des Ortes, auf dem die Bewohner vom Maya-Stamm der Tzotzil ihre Wahren verkaufen. 10 Kilometer sind es bis zur naechsten Stadt: San Cristóbal de las Casas im Bundesstaat Chiapas.
Doch diese Kirche ist besonders. Zwar nennen sich die Glaeubigen Katholiken, aber mit dem Papst in Rom haben sie nichts zu tun. Beim Betreten der Kirche wird das sofort klar. Das Gestuehl fehlt. Statt dessen ist der Boden mit Piniennadeln bedeckt, so dass es riecht wie in einem Wald. Auf Tischen an den Waenden stehen Skulpturen von Heiligen in Glasvitrinen. Manche sind mit Spiegeln verziert, manche nicht. Die Glaeubigen hocken auf dem Boden. Sie zuenden Kerzen in verschiedenen Farben an, opfern Schnaps und Coca Cola dem Heiligen, den sie um etwas bitten. An einigen Stellen werden Eier auf dem Boden zerschlagen. Alles geschieht in grossem Ernst. Von den Touristen, die durch die Kirche schlendern, lassen sich die Betenden nicht stoeren. Eine junge Mutter in farbiger Tracht ihres Volkes, hat ein Kind, eingewickelt in einen Schal, in den Armen. Eine andere Frau, eine Schamanin, hat die Haende des Kindes ergriffen und fuehlt den Puls und somit die Seele des Kindes. Einer der 18 Fueher des Volkes, die ihr Amt jeweils fuer ein Jahr ausueben, geht durch den Raum und sieht nach dem rechten. Im Altarraum steht im Zentrum Johannes der Taeufer. Jesus und die Jungfrau von Guadalupe stehen nur daneben.
In dieser Kirche vermischen sich der alte Glaube der Maya mit dem katholischen Christentum. Der Reisefuehrer, selbst ein Mestize, sagt laechelnd: "Die Eroberung durch die Spanier vor 500 Jahren hat nicht wirklich funktioniert."
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Morgen Mittag geht es weiter nach Palenque in den Dschungel.

Montag, 24. Oktober 2011

Wo sind die Delfine hin?

Das Boot ist weiss, aus Plaste und fasst 10 Personen und zwei Mann Besatzung. Am Morgen, kurz nach Sonnenaufgang, geht es los. Gemeinsam mit einem australischen Paerchen und einer mexikanischen Familie fahre ich raus auf das Meer, um Meerresschildkroeten und Delfine zu beobachten. Das Wetter ist klar, der Wind ablandig, der Morgen ist kuehl und die See recht aufgewuehlt. Langsam verkleinert sich die Kueste und man erkennt, dass hinter Puerto Escondido gleich das Gebirge beginnt. Aber das liegt hinter uns - vor uns liegt der pazifische Ozean und die Suche nach dem Meeresgetier beginnt. Wir springen full speed ueber die Wellen. Ploetzlich haelt das Boot, einer von der Besatzung bruellt: "Tortuga!" Eine Meeresschildkroete duempelt vor uns im Wasser und streckt neugierig ihren gelblichen Kopf heraus. Der braune Panzer ist gut zu erkennen - und er hat mindestens einen Meter im Durchmesser. Ich bin beeindruckt, bisher hatte ich eine Meeresschildkroete nur ausgestopft im Meeresmuseum in Stralsund gesehen. In Natur ist das etwas voellig anderes.
Und weiter gehts, wir kreuzen vor der Kueste. Immer mal wieder halten wir, weil sich eine Schildkroete zeigt. Die meisten verschwinden aber gleich wieder in den Tiefen des Ozeans ... bis auf ein Paar, das keine Lust zum Tauchen hat weil es intensiv mit der Arterhaltung beschaeftigt ist. Der Strand, der sich in einigen Kilometern Entfernung als schmaler gelber Streifen abzeichnet, ist das wichtigste Brutgebiet fuer Meeresschildkroeten. Da sie streng geschuetzt sind, hat sich die Population erholt. Und wirklich, auf unserer Tour bekommen wir noch einige Exemplare zu Gesicht.
Was wir nicht zu Gesicht bekommen, sind Delfine. Nirgendwo taucht eine einsame Rueckenflosse aus den Fluten. Einer der Besatzung sitzt auf dem Sonnendach und haelt Ausschau, der andere telefoniert mit seinem Handy mit anderen Bootsbesatzungen. Gedult sollen wir haben. Nach etwa zwei Stunden wilder Fahrt sind wir klitschnass, meine Brille ist von Salz verkrustet, so dass ich kaum noch was erkenne. Es brennt in den Augen und so ganz langsam verliere ich die Gedult und wuensche mir, ich koennte endlich an einem Strandcafé beim Fruehstueck sitzen. Schliesslich sagt einer der Besatzung, tut uns leid, wir muessen jetzt zur Kueste zurueck. Leider gibt es heute keine Delfine. Dann soll es halt so sein. Mittlerweile ist es schon fast Mittag. Langsam naehert sich die Kueste, die ein bisschen wie die Insel in der Fernsehserie LOST aussieht. Der Titel dieser Folge wuerde wahrscheinlich "Dolphins Lost" heissen.
Dann ploetzlich haelt das Boot, die Besatzung johlt und bruellt "Dolphins!" Und da sind sie. Ueber all rund um das Boot sind ploetzlich die Rueckenflossen und die dunkelgrauen Koerper der Delfine zu sehen. Sie umrunden uns, schwimmen mit uns, springen teilweise aus dem Wasser. Es ist echt ein toller Anblick. Wir sind mitten in einer grossen Gruppe von Delfinen gelandet. Nach ausgiebig Zeit zum Fotografieren (was nicht so einfach ist, denn kaum hat man scharf gestellt, sind sie schon wieder unter Wasser verschwunden) brettern wir wieder zur Kueste. Einige Delfine folgen uns, sind auf ein Rennen aus, aber wir sind schneller.
Zurueck am Strand, im Café, beim Fruehstueck gehen mir die Bilder der Delfine nicht aus dem Kopf ... und ich kann nur denken: "Whow!"
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Nach einem faulen Tag am Strand werde ich heute Abend mit dem ersten Nachtbus nach San Cristóbal de las Casas im Bundesstaat Chiapas fahren. Das naechste Meer, das ich sehe, wird dann in der naechsten Woche der atlantische Ozean sein.

Samstag, 22. Oktober 2011

Busfahrt auf mexikanisch

Dass der Fahrer des Kleinbusses, der mich ueber die Berge nach Puerto Escondido bringen soll, komplett verrueckt ist, sehe ich ihm gar nicht an. Er sieht wie ein typischer Mexikaner aus: klein und dick, ein Schnauzbart kroent sein breites Laecheln. Aber hinter seinen Augen lauert der Wahnsinn. Solange wir durch das breite, fruchtbare Tal fahren, dass sich nach Oaxaca vor uns ausbreitete, ist alles okay. Doch dann kommen die Berge - und mit ihnen der Horror.
Kurve links, Kurve rechts, berauf, bergab. Immer voll aufs Gas. Meine Innereien fangen an, sich ineinander zu verknoten und ich bin froh, dass ich den Tag ueber noch nicht viel gegessen habe, denn das waere jetzt wieder draussen. Dabei ist die Landschaft wirklich schoen. Alles ist gruen, Baechlein ringeln sich durch die Taeler, Kakteen spriessen zwischen Baeumen und fast jede Kurve ist mit Kreuzen verziert. Bei unserer einzigen Rast machte ich George, einen hageren Kanadier mit zum Zopf gebundenen weissen Haaren, auf die Kreuze am Strassenrand aufmerksam und teile ihm meine Vermutung mit, dass die Bergbevoelkerung wohl sehr religioes sein. George laesst ein gezwungenes, trockenes Lachen hoeren.
Weiter gehts bergauf, bergab. Hinter dem naechsten Berg vermute ich immer das Meer, aber hinter dem naechsten Berg ist nichts weiter als der naechste Berg ... stundenlang. Dem Fahrer gehts zu langsam. Ein Lkw tuckelt gemaechlich vor uns hin. Dann, kurz vor einer unuebersichtlichen Kurve, gibt der Fahrer Gas, setzt zum Ueberholen an, der Lkw-Fahrer sieht das, ist auf einen Kampf aus und gibt seinerseits Gas, ein Rennen vor der Kurve beginnt und ich denke Oh mein Gott und ich sehen den Kanadiern an, dass sie denken Oh my God und dass die Mexikaner denken Santa madre de Guadolupe salvarnos und der Fahrer zieht am Lkw vorbei und der Lkw gibt noch mal Gas und die Kurve kommt immer naeher und dann sind wir vorbei und nichts ist passiert und ich beschliesse, auszuathmen. Der Mexikaner, der neben mir sitzt, athmet ebenfalls hoerbar aus, sieht mich an und lacht erleichtert.
Sieben Stunden Fahrt - und dann endlich sind wir in Puerto Escondido und vor uns erstreckt sich strahlend im Sonnenschein der pazifische Ozean. Alle, die mexikanischen Passagiere eingeschlossen, freuen sich ihres Lebens.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Wo die Zapoteken wohnen

Einst, vor ueber tausend Jahren, beherrschten die Zapoteken die Berge und die Taeler rund um Oaxaca. Heute leben sie immer noch hier, aber sie herrschen nicht mehr. Heute beherrschen Autos das ganze Land. Sie verstopfen die Strassen. Ueberall Busse, Lkw, Taxis, VW Kaefer und (ich wollte meinen Augen nicht trauen) Tuk-Tuks, die hier Moto-Taxis genannt werden. Doch an einem Ort, hoch oben ueber der Stadt, da herrschen immer noch die Geister der Ahnen der Zapoteken: auf dem Monte Albán.
Der Berg heisst eigentlich gar nicht Monte Albán. Niemand weiss genau wie er richtig heisst. Als die Spanier vor 500 Jahren hier ankamen, waren die Ruinen der Zapotekenhauptstadt laengst von Baeumen und Strauchwerk ueberwuchert. Und da sehr viele Baeume weisse Blueten trugen, nannten sie den Berg Monte Albán, was soviel wie "Weisser Berg" bedeutet. Erst vor 80 Jahren kam ein nickelbebrillter Professor aus Mexiko Stadt und grub die Ruinen auf dem Berg aus. Und jetzt, 80 Jahre spaeter, kommt ein Ray-Ban-bebrillter Typ aus Deutschland und sieht sie sich an. Ich kam nicht allein. Busladungen kamen mit mir. Aber das war nicht weiter schlimm, denn auf dem grossen Areal haben sehr viele Leute Platz. Schliesslich haben vor 1000 Jahren hier 25 000 Menschen gewohnt. Fuer damalige Verhaeltnisse eine Grossstadt. Grosse, mittelgrosse und etwas kleinere abgeflachte Stufenpyramiden praegen das Bild. Ein Ballspielplatz ist zu sehen. All das waere schon Grund genug, hier herzukommen. Dazu kommt aber noch der fantastische Ausblick ueber die Taeler und auf die Berge. Grandios - das Wort ist abgedroschen, stimmt hier aber.
Ich werde in der naechsten Zeit noch mehr Tempelanlagen sehen - und ich hoffe, dass ich mich nie an diesen Anblick gewoehnen werden.

Morgen geht es aber, wenn alles klappt, erst mal ans Meer. Der Pazifik ruft mich nach Puerto Escondido.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Der alte Mann und das Saxophon

Am zentralen Platz von Oaxaca, dem Zocalo, steht ein alter Mann. Er traegt Sandalen, eine ausgeblichene graue Hose, ein weisses Hemd, auf dem Kopf einen gelben Strohut. Der alte Mann spielt Saxophon. Er hat die Augen geschlossen und nimmt die Welt um sich herum nicht wahr. Er sieht nicht das bunte Treiben auf dem Platz, nicht die Touristen, die an den Tischen in den Reastaurants unter den Arkaden platzgenommen haben, nicht die Indiofrauen, die Schmuck und Tuecher verkaufen, nicht die Baeume, nicht die spielenden Kinder, nicht die abgerissenen Bettler. Auch hoert er nicht die Band, die am anderen Ende des Platzes spielt, hoert nicht die revolutionaeren Kampflieder ("Venceremos!") die aus Lautsprechern plaerren und nicht die Arbeiter, die mit Presslufthaemmern den Boden bearbeiten. Der alte Mann spielt sein Saxophon. Ein Mariachi der aussieht wie Danny Trejo ohne Schnauzbart, die Gitarre laessig ueber die Schulter, kommt vorbei und grinst abfaellig. Den alten Mann interessiert es nicht. Er sieht traurig aus, spielt ein trauriges Lied, einen Jazz-Standard ... und er spielt total falsch.

Montag, 17. Oktober 2011

Der laengste Tag

Fliegt man eine grosse Strecke nach Westen, dann bekommt man das alleseits bekannte Zeitproblem. Man fliegt der Sonne hinterher und der Tag wird waehrend des Fluges viel laenger. In meinem Fall war der gestrige Tag etwa 30 Stunden lang. Das waere ganz okay, wenn ich einen grossteil der Zeit nicht eingeklemmt in einem Flugzeug verbracht haette. Die sehr nahe Lehne meines Vordermannes war meinen langen Beinen staendig im Weg. Langstraeckenfluege sind echt die Hoelle! Das Gute daran war, dass ich genau zur Schlafenszeit in Mexiko ankam, da ich dann, so hoffte ich, mit dem Jet-Lag besser klarkommen wuerde.

Vor dem, was nach der Landung kommen sollte, hatte ich ehrlich gesagt, ziemlichen Schiss: das Taxi zum Hotel! Was hatte ich nicht alles ueber Ueberfaelle auf Taxis in der mexikanischen Dunkelheit gelesen. Ich kam an, es war dunkel - was tun? Ich malte mir die finstersten Horrorszenarien aus. Grinsende Taxifahrer im Danny-Trejo-Look mit riesigen Messern an meiner Kehle, die all mein Geld verlangen und, viel schlimmer, mir auch noch den Fotoapparat klauen wollen. Panik! Aber es kam anders.

Das Taxiproblem ist in Mexiko-Stadt sehr clever geloest. Bereits im Flughafen kauft man ein Taxi-Ticket zu einem Festpreis. Das wird dann vor dem Flughafen vom Fahrer der entsprechenden Taxigesellschaft klaglos akzeptiert ... selbst bei mir. Die Fahrt durch das naechliche Mexiko-Stadt war dann auch anders als vorgestellt. Der Taxifahrer hielt selbst an roten Ampeln, was man laut Reisefuehrer auf keinen Fall tun sollte (denn dort warten Horden bewaffneter Danny Trejos mit grossen Messern auf die Touristen). War nicht. Mexiko-Stadt entpuppte sich als Grossstadt wie jede andere. Ohne die spanischen Reklametafeln und einer Armada bewaffneter Polizisten haette es auch Frankfurt am Main sein koennen. Gegen 23 Uhr war ich dann im Hotel.

Wie schon erwaehnt, es ist das billigste Hotel, das der Lonely Planet anpreist. Umgerechnet 18 Euro bezahle ich pro Nacht. Dafuer bekomme ich ein geraeumiges, sauberes Zimmer mit Bad. Was will ich mehr!? Ich schlief wie ein Stein.

Heute sah ich mir ein wenig das Stadtzentrum an und doelmerte rum. Erst mal mit der Zeitumstellung und dem anderen Klima klar kommen. Jetzt werde ich mal sehen, wo ich ein Bustickt nach Oaxaca herbekomme, denn da will ich morgen hinfahren. Die Sehenswuerdigkeiten der Hauptstadt hebe ich mir fuer das Ende der Reise auf.

Samstag, 15. Oktober 2011

Der Plan

Morgen geht es los. Ich fliege von Leipzig nach Paris und von dort aus nach Mexiko-Stadt. Ganz entgegen meiner Gewohnheit habe ich dort bereits vor Wochen ein Hotel gebucht. Nicht irgendein Hotel ... es ist das billigste!
Von Mexiko-Stadt aus geht es dann durch das Land. Insbesondere die Mitte, den Süden und die Halbinsel Yucatan werde ich besuchen. Alte Städte, Maya-Ruinen, Berge, Wälder, Seen und zwei Ozeane. Und einen Plan? Naja, ich hab da sowas Grobes, Ungefähres ... mal sehen, wo ich überall ankomme. Und ob es dort, wo ich ankomme, auch eine Internetverbindung gibt.
Ich werde mein bestes tun, um Euch während meiner Reise so gut wie möglich online zu unterhalten.