Der Titel dieses Posts koennte sich durchaus auf die Ruinen von Palenque beziehen. Ich bin naemlich gerade in Palenque. Diesmal geht es aber (ausnahmsweise) um mein Hotel. Es heisst "Jungle Palace". Der erste Teil ist wahr, das Hotel ist tatsaechlich mitten im Dschungel. Der zweite Teil ist eine masslose Uebertreibung. Es sei denn, ein Palast ist neuerdings eine planlos im Wald vertreute Ansammlung von Bretterbuden, deren Bretter wirklich extrem duenn sind. Die Fenster bestehen aus Fliegengittern. Fuer die Privatsphaere gibt es Gardinen, die aber nicht mehr alle ganz ganz sind. Auf dem Weg von der Bar ins Bett muss ich aufpassen, dass ich nicht in den Fluss falle.
Des Nachts zirpen Armeen von Zikaden. Und manchmal, wie zum Beispiel in der letzten Nacht, kommt noch ein weiteres Geraeusch hinzu. Es ist eine Mischung aus Brummen und Bruellen unterbrochen von einigen kurzen Toenen, die klingen als wuerde jemand in ein Ofenrohr husten. Und es ist laut. Der Verursacher stand wahrscheinlich nachts um halb drei direkt vor meiner cabaña genannten Huette und machte Krach. Ich bin zwar neugierig, aber ich ging lieber nicht vor die Tuer. Die Wahscheinlichkeit, dass es sich um ein boeses Raubtier handelte, ist sehr gering. Viel wahrscheinlicher ist, dass es sich um einen Bruellaffen handelte. Ich werde es wohl nie erfahren.
Heute Vormittag habe ich mir die Ruinen von Palenque angesehen. Sehr beeindruckend!
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Die naechsten beiden Tage mache ich eine Tour an die Grenze von Guatemala, in den Lacandón-Urwald. Dort gibt es Tempel, Urwald und Indianer. Ich freu mich schon drauf.
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